Voruntersuchung auf Kampfmittel
Vermuten Sie KM in einem bestimmten Plangebiet? War dieses Gebiet wirklich von kriegerischen Handlungen betroffen? Was bedeutet das für Ihr Projekt? Ist der betroffene Bereich abzugrenzen und zu sichern? Kann man das Risikogebiet durch weitere Untersuchungen eingrenzen? Eine Antwort auf diese und weitere Fragen und somit einen gezielten Einblick in Ihre individuelle Situation vermitteln wir Ihnen in der ersten Phase während der Durchführung einer Pilotstudie. Nach der Prüfung verschiedener Quellenmaterialien entsteht ein Bild der Ereignisse, die in Ihrem Planungsgebiet stattgefunden haben. Der erste Schritt der Voruntersuchung ist die Auflistung des Problembestandes durch Konsultation verschiedener nationaler und internationaler Archive. Die Ergebnisse dieser Forschungen werden durch ein Team von akademischen Historikern bewertet.
Bestätigt sich der Verdacht, dass eine Region tatsächlich von Kriegshandlungen betroffen war, erfolgt eine Problemanalyse. In diesem zweiten Schritt der Vorprüfung werden die neugewonnen Fakten über die Geschehnisse in die heutige geographische Lage des Gebietes transformiert. So werden die verschiedenen Informationen miteinander verknüpft. Nur durch diese zielgenaue Positionierung ist eine präzise Beurteilung der gegenwärtigen Situation gewährleistet.
Mit Hilfe eines geographischen Informationssystems (GIS) können die Fakten von damals mit den Gegebenheiten von heute in Einklang gebracht werden. Eine ordnungsgemäße Durchführung der Voruntersuchung ist unausweichlich und führt letztendlich zu einer genauen Bestimmung des Untersuchungsgebietes, was mit der Reduzierung von Kosten einhergeht.
Die Problembestandsaufnahme
Um sich ein umfassendes Bild über das betroffene Gebiet zu machen, müssen folgende Fragen geklärt werden: Haben Bodenkämpfe stattgefunden? Wurde das Gebiet beschossen? Oder gar bombardiert? Während der Durchführung der Problembestandsaufnahme werden Antworten auf diese Fragen gegeben. Hierfür werden zum Beispiel historische und aktuelle Belege wie Literatur, Reportagen, Presseberichte, Augenzeugenberichte, militärische Karten, Minenkarten und Luftaufnahmen herangezogen.
Die Problemanalyse
Die erzielten Forschungsergebnisse werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und unter Verwendung eines geographischen Informationssystems (ArcView 10.0) bewertet. Hierbei ergeben sich Verbindungen aus den gesammelten Informationen, die uns einen spezifischen Einblick in die vorherrschende Situation verschaffen. Weisen die gewonnenen Resultate auf das Vorkommen von KM hin, bestimmen die Untersuchungsergebnisse das weitere Vorgehen. Wie bewerten wir die Fakten und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich Munition vorhanden ist. Viel wichtiger ist hierbei die Frage: Was bedeutet das für die geplanten Arbeiten? Welche KM werden vermutet und wo liegen deren Risiken?
Auf der Grundlage der Ergebnisse der Voruntersuchung wird geprüft, ob eine Sondierung des Planungsgebietes notwendig ist.
Adresse
Friedrich Lenz Umwelttechnik GmbH
Kontaktperson
Uwe Eligehausen
Bandstahlstrasse 7
58093 Hagen
Nordrhein Westfalen
Deutschland
T: +49 (0) 2331 3675730

