Taucharbeiten
Ausser an Land werden Kampfmittel auch unter Wasser angetroffen. Das Identifizieren und Bergen von Kampfmitteln unter Wasser erfordert eine spezifische Arbeitsmethode, da die Verhältnisse unter Wasser komplett anders sind.
Ein Tauchertrupp besteht mindestens aus drei Tauchern, einem Tauchleiter, einem Taucher und einem Reservetaucher, welcher jederzeit direkt bereit steht, um die Taucher bei auftretenden Schwierigkeiten zu unterstützen. Die Tauchausrüstung ist mit einem flächendeckendem Atemwegsystem versehen, das heisst, der Taucher bekommt primär Atemgas von "oben" und die Zylinder auf dem Rücken dienen als Reserve.
Bevor die Objekte geborgen werden, müssen sie mittels GPS gekennzeichnet werden. Die Punkte werden markiert und mit Hilfe einer kleinen Boje an der Wasseroberfläche sichtbar gemacht. Damit kann die Bergung beginnen.
Zum Lokalisieren von relevanten Objekten werden aktive und passive Detektoren eingesetzt. Ist ein Objekt eingegrenzt, wird es abhängig von der Bodenbeschaffenheit unter Verwendung einer sogenannten Ejektorpumpe, einer speziellen Pumpe ohne drehende Unterteile, geborgen.
Weil der Boden durch die Arbeiten unter Wasser aufgewühlt wird haben die Taucher keine klare Sicht unter Wasser und die Objekte sind nur durch Ertasten zu erfassen. Ist ein Objekt einmal identifiziert, wird es abhängig von seiner Beschaffenheit mit Hilfe eines Taus durch die Taucher an die Wasseroberfläche befördert. Die Taucher stehen untereinander ständig mittels einer Kamera und einer Sicherheitsleine in Verbindung. Hiermit bleibt der Tauchleiter immer über die Situation unter Wasser informiert.
Die Arbeitsweise, wie konventionelle Munition unter Wasser geborgen wird, erfordert also ein sehr spezifisches Konzept.
Adresse
Friedrich Lenz Umwelttechnik GmbH
Kontaktperson
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